Hambrücker sichtlich erbost

Die Verärgerung bei der Hambrückener Bevölkerung - vor allem bei den Anwohnern in der Kirchstraße – schlug hohe Wellen.

Sie hatten nur wenige Tage vor der Sperrung der Landesstraße zwischen dem Globus-Kreisel und der Kapelle am Wiesentaler Ortseingang bei einer von der Gemeinde einberufenen Informationsveranstaltung erfahren, dass eine notwendige Umleitung durch die Kirchstraße führen soll. Sechs Wochen lang müsse ab Montag, 13.Mai, der gesamte Verkehr nach Waghäusel durch diese enge Straße in Richtung Neudorf geführt werden. Lediglich die Zufahrt bis zum Globus-Warenhaus sei von Hambrücken aus frei.Der Grund liegt am Bau des Verkehrskreises bei der Wiesentaler Kapelle. Nach einer heftig geführten und mit massiven Vorwürfen garnierten Diskussion appellierte Hambrückens Bürgermeister Thomas Ackermann an die Vertreter des Regierungspräsidiums noch kurzfristig eine andere Lösung zu finden. Dabei machten die etwa 30 Anwesenden selbst einen Vorschlag. „Warum wird die Umleitung von Bruchsal aus nicht über die Bundesstraßen 35 und 36 nach Waghäusel geführt“, fragten die sichtlich erbosten Hambrückener Bürger.Zu Beginn erläuterten die zuständige Projektleiterin Kira Hain und der Sachgebietsleiter Serdal Ulupinar die kurzfristig notwendige Sperrung, die aufgrund einer Planungsänderung vorgenommen werden müsse. Bei einer Besprechung im Regierungspräsidium wurden am 16. April in Anwesenheit der Rathauschefs von Waghäusel und Hambrücken sowie der Straßenbaubehörde und der Polizei verschiedene Varianten geprüft. Verworfen wurde dabei die Möglichkeit der Umleitung über einen Wirtschaftsweg, der verbreitert werden müsste und jetzt während der Bauphase als Ampel gesteuerte Fahrstrecke für die Linienbusse diene.Obwohl die Zufahrt von Hambrücken zum Globus frei sei, könne der Verkehr auch nicht über den dortigen Parkplatz geführt werden, weil eine Zufahrt über den Kreisel für den Schwerlastverkehr nicht möglich sei, betonte Globus-Chef Mario Limbach. Die Verantwortungsträger entschieden sich für die zweite Variante mit einer Verkehrsführung durch die Hambrückener Kirchstraße, was jetzt zu reichlich Ärger führte. Neben der Enge der ohnehin schon stark befahrenen Straße wurden auch das verfügte absolute Halteverbot, mögliche Schäden an den Häusern, die Querung durch Schulkinder sowie der Besucherandrang beim Hambrückener Vogelpark als Gründe gegen diese Umleitung angeführt.Die Vertreter des Regierungspräsidiums sagten zu diese Gründe den Fachbehörden vorzutragen und eine Entscheidung umgehend der Gemeindeverwaltung mitzuteilen. Ebenso die Gründe, die gegen eine Umleitung des Verkehrs über die Bundesstraßen angeführt wurden. (Kurt Klumpp, mit freundlicher Genehmigung der BNN-Bruchsaler Rundschau)

Zwischenzeitlich wurde in Absprache zwischen Bürgermeister Thomas Ackermann und der Verkehrsbehörde beim Landratsamt durch das Regierungspräsidium Karlsruhe eine zusätzliche Hinweisbeschilderung genehmigt.Diese Beschilderung verweist den Schwerlastverkehr auf die großräumige Umfahrung über die B35/B36 und wird spätestens Anfang nächster Woche an den Abfahrtstellen der A5 bei den Rastanlagen Bruchsal West und Ost sowie auf der alten B 36 nach der Kreuzung beim Media-Markt in Fahrtrichtung Forst angebracht werden.
Sachgebiet Bürgerservice, Sicherheit und Ordnung

Kontakt

Frau Marliese Just
Hauptstraße 108
76707 Hambrücken
E-Mail E-Mail senden
Telefon 07255/7100-14
Fax 07255/7100-88
Raum: Info