Besuch aus der Partnergemeinde La Bouëxière- 25-jähriges Bestehen der Partnerschaft

„Aus Partnern sind längst Freunde geworden“, so die Worte von Bürgermeister-Stellvertreterin Sandra Striegel-Moritz bei ihrer offiziellen Rede am vergangenen Sonntagabend.

Etwas Schöneres lasse sich über eine Partnerschaft/Jumelage, welche nun schon seit 25 Jahren besteht, wohl nicht sagen, so die einheitliche Meinung.Groß war die Wiedersehensfreude auf beiden Seiten, als der Bus mit der französischen Delegation aus der Partnergemeinde La Bouëxière in der Bretagne am Samstag, dem 06. April, gegen 18:30 Uhr bei der Lußhardthalle eintraf, wo sie mit einem kleinen Sektempfang von Bürgermeister Thomas Ackermann, den Gastfamilien und dem Partnerschaftskommittee herzlich willkommen geheißen wurden.Neben den Familien war diesmal auch eine zweite Reisegruppe mit dabei, nämlich 15 französische Schülerinnen und Schüler, die ihren Gegenbesuch bei den Französischschülern der Lußhardt-Gemeinschaftsschule Forst-Hambrücken machten. Auch der Rektor der Gemeinschaftsschule Forst-Hambrücken, Herr Stephan Walter, ließ es sich nicht nehmen, die französischen Schülerinnen und Schüler mit ihren Begleitpersonen persönlich zu begrüßen.Der restliche Samstagabend klang in harmonischer Atmosphäre in den Gastfamilien aus. Auf beiden Seiten gab es wieder vieles zu berichten.Am Sonntagmorgen fanden sich die Gastfamilien mit ihren französischen Gästen ab 10 Uhr zu einem Boule-Turnier auf der Anlage des Tennisclubs TC 88 Hambrücken ein. Bei schönstem Frühlingswetter, bester Organisation und toller Stimmung kämpften die bunt gemischten Teams teilweise dreisprachig um die Siegerpunkte. Nach einem üppigen Imbiss mit allerlei Getränken, Brezeln und Weißwürsten, Kaffee und Kuchen wurden die Siegerteams ermittelt und mit Preisen geehrt. Das anschließende Gruppenfoto auf der Tennisanlage beendete einen gelungenen Programmpunkt in fröhlicher, sehr kommunikativer und herzlicher Atmosphäre.Am Abend traf man sich wieder in der schön geschmückten Lußhardthalle zum offiziellen Partnerschaftsabend, welcher mit einem Sektempfang im Foyer begonnen wurde.Bei dem anschließenden offiziellen Reden anlässlich des 25-jährigen Bestehens betonte Bürgermeister-Stellvertreterin Sandra Striegel-Moritz, dass die jährlich wechselnden Begegnungen längst zum Alltag beider Kommunen gehören und dass die deutsch-französische Freundschaft kein leeres Wort, sondern sehr lebendig ist. Ohne das Engagement aller Beteiligten, ohne das Engagement vieler Einzelnen, die sich ihrer historischen Verantwortung bewusst waren und die Chance zur Verständigung ergriffen, wären wir nicht so weit gekommen, so die Bürgermeister-Stellvertreterin. Denn seit 1993 haben unzählige Begegnungen auf offizieller und persönlicher Ebene stattgefunden. Die einzelnen Teilnehmerinnen und Teilnehmer nennen natürlich ganz unterschiedliche Begebenheiten als ihre schönsten Erinnerungen, über die man den Weg zueinander gefunden und eine funktionierende Gemeindepartnerschaft aufgebaut habe.Striegel-Moritz begrüßte hier stellvertretend das deutsch-französische Ehepaar Anthony und Jacqueline Moussu mit ihrem Sohn Noé, welche als deutsch-französische Familie ihre eigenen lebhaften Erinnerungen an die Gemeindepartnerschaft haben. Weiter bedankte sich Sandra Striegel-Moritz auch beim französischen Parterschaftskommittee für das tolle Gastgeschenk in Form eines typisch betronischen Geschicklichkeitsspiels mit Namen „Palet“, welches schon am Vormittag auf der Tennisanlage eine große Anhängerschar gefunden hatte. Bürgermeister Stéphane Piquet und der Vorsitzende des französischen Partnerschaftskommitees Didier Doyen bedankten sich bei allen Hambrücker Gastfamilien für die herzliche Aufnahme. Auf beiden Seiten wurde auch der Wunsch geäußert, dass die im letzten Jahr begonnenen schulischen Kontakte zwischen La Bouëxière und Hambrücken auch in den kommenden Jahren mit weiteren Schüleraustauschen ihre Fortsetzung finden werden.Bei einem leckeren Buffet und lebhaften Gesprächen verbrachte man dann noch einen schönen Abend unter Freunden.Am Montag machten sich die französischen Gäste in Begleitung einiger gastgebenden Familien zu einem interessanten Ausflug in den Kraichgau auf. Erstes Etappenziel war das Fußballstadion des TSG 88 Hoffenheim in Sinsheim. Als Anfahrtsweg wurde bewusst die Landstraße gewählt, um die liebliche Landschaft der „Badischen Toskana“ kennenzulernen. Als Reiseleiterin und sachkundige Dolmetscherin fungierte hier Kommitteemitglied Ellen Geiger, sowohl bei der Anfahrt als auch bei der anschließenden Stadionführung. So erklärte sie den französischen Gästen die typische Kraichgau-Hügel-Landschaft und verwies auf das Technikmuseum gegenüber dem Stadion, wo die Franzosen die Concorde bewundern konnten. Erst vor kurzem war hier der 50. Jahrestag des Jungfernpflugs. Zu diesem Anlass war auch der französische Pilot nach Sinsheim gekommen, welcher im Jahre 2003 diese Maschine auf dem Baden-Airport landete.Bei der anschließenden Stadionführung erlebten die Gäste einen Blick hinter die Kulissen eines Bundesliga-Fußballvereins, welcher ein normaler Fußballfan wahrscheinlich niemals zu Gesicht bekommen würde. So sahen sie die verschiedenen Pressezonen, die Umkleidekabine der Heimmannschaft und die dazugehörigen Reha-Bereiche. Weiter konnte man auch in den Innenbereich des Stadions vordringen, ohne allerdings den Rasen betreten zu dürfen. Man konnte auf der Auswechselbank Platz nehmen und die verschiedenen Business- und VIP Bereiche und sogar einen Blick in die privaten Logen werfen. Nicht nur für die Franzosen, auch für die deutschen Begleiter war dies eine sehr interessante Erfahrung. Einen ausführlichen Bericht zum Stadionbesuch in der Rhein-Necker-Zeitung wurde uns freundlicherweise von Hans-Joachim Of überlassen und ist nachstehend abgedruckt.Von Sinsheim aus fuhr die Gruppe dann zu ihrem zweiten Ausflugsziel der Burg Guttenberg in Haßmersheim, wo man die Anlage besichtigen konnte und anschließend natürlich an der bekannten Greifvogelschau teilnahm. Die zweisprachigen Erklärungen zur Greifvogelschau waren sehr beeindruckend und unterhaltsam für alle Zuschauer. Die Greifvögel flogen teilweise mit direktem Körperkontakt über die Zuschauer hinweg und hüpften auch zwischen ihnen über die Bänke.Gegen 18:30 Uhr trat man dann wieder die Heimfahrt an. Den restlichen Abend ließ man in geselliger Runde in den Gastfamilien ausklingen.Am Dienstagmorgen hieß es dann leider schon wieder Abschied nehmen. Die französischen Gäste und die deutschen Gastfamilien waren sich einig, dass es ein sehr gelungener Besuch in einer offenen und sehr herzlichen Atmosphäre war, der die Freundschaft zwischen den Partnern weiter intensiviert und vertieft hatte.Die französischen Schüler hatten zusammen mit ihren deutschen Gastschülern noch ein gemeinsames Frühstück vor der Abfahrt in der Lußhardt Gemeinschaftsschule Hambrücken ausgerichtet. Auch hier fiel der Abschied doch recht schwer, natürlich mit dem Versprechen auf ein Wiedersehen im kommenden Jahr in La Bouëxière.Wehmütig verabschiedete man sich von mittlerweile lieb gewordenen Freunden nicht ohne den Termin für die nächste Begegnung im Jahr 2020 bekannt zu geben und zwar das Christi-Himmelfahrts-Wochenende ab dem 21. Mai 2020.Au revoir et à la prochaine fois!Auf Wiedersehen und bis zum nächsten Mal!Zum Schluss heißt es noch Danke zu sagen an alle Helferinnen und Helfer vor und hinter den Kulissen.Herzlichen Dank an den Tennisverein für die tolle Organisation und Bewirtung beim Boule-Turnier.Vor allem gilt unser besonderer Dank allen Gastfamilien, welche wieder unsere franz. Gäste bei sichaufgenommen haben.Für das Partnerschaftskomitee Ellen Geiger und Werner Grub 

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