Spektakuläre Rennen mit Hitze und Staub

Zweitauflage des „Hambrigger Dreggschaufle-Cup“ entpuppte sich kürzlich als spektakuläres Hako- und Rennfräsenrennen, das Jung und Alt begeisterte, zumal Staub, Hitze und Lärm so richtig nach dem Geschmack der PS-Fans waren.

Der große Regen, der für die ersehnte Abkühlung sorgte, setzte dann erst am Sonntag ein, als Sebastian Vettel im nahen Hockenheim beim „großen Rennen“ das nächste Spektakel folgen ließ. Nach der Premiere im Vorjahr waren aktuell zahlreiche Zweiergespanne und Boliden auf einem großen, von Werner Schöneck bewirtschafteten Ackergelände vor den Toren Hambrückens angetreten, um neben Ruhm und Ehre die von der einheimischen Künstlerin Iris Schubert eigens als Unikate gestalteten Siegerpokale auszufahren. Bekanntlich gilt die Region Bruchsal, speziell Weiher, seit einiger Zeit als Hochburg für die „Formel 1 des kleinen Mannes“ und zieht die Rennsportfans in seinen Bann. Hakos – der Name ist von der 1948 gegründeten Maschinenbaufirma Hans Koch & Sohn abgeleitet – haben sich im Laufe der Zeit von der landwirtschaftlichen Hilfskraft Ackerfräse zur freizeitlichen Rennmaschine entwickelt. Freiheit, Spaß, aber auch sportlicher Ehrgeiz geben dem ganzen Tun seinen Reiz. Erstmals und noch bevor der Startschuss zu den Vorläufen erfolgte, wurde bei einem solchen Rennen eine Hako-Segnung mit Weihwasser durch den katholischen Diakon Robert Austen („Gehet hin und fahrt in Frieden“) vorgenommen. Eine Lesung aus dem Buch Genesis und Fürbitten schlossen sich an. Dann legten sie los, die teils futuristischen Gepanne mit lustigen Namen wie „Rennschnecken“, „Kraichgauer Dreckspatze“ „Schlammschnallen“, „Vollgasbrüder“ oder sogar „Fräsenmord“, die im K.o.-System gegeneinander antraten. Eingebaute Schikanen auf der Strecke wie Schlammloch oder sonderbare Ballwurfspiele sorgten für zusätzlichen Nervenkitzel bei Piloten und Zuschauern. Megaspannend waren die Finalrennen am Samstag, wobei zwei Teams in den fünf verschiedenen Blöcken Acker-, Sport-, Supersport-, Offene und Prototypen-Klasse parallel auf dem Rundkurs unterwegs waren und sich gegenseitig nichts schenkten. Am Abend erfolgte die Siegerehrung durch Hambrückens Bürgermeister und Schirmherr Thomas Ackermann, der zusammen mit Veranstalterin Iris Schubert auch die Tombolapreise an die Gewinner übergab. In der Ackerklasse waren „Volker-Vollgas“ mit Bastian Böser und Kritzer aus Weiher nicht zu schlagen und in der Sportklasse dominierte „Wackers Taverne“ mit Jens Schuhmann aus Weiher und Marcel Schreiber aus Kraichtal. Ebenfalls aus der Hako-Hochburg Weiher und Kraichtal kommen Silvio Böser und Robin Wunsch, die als „Gwaldochse“ an den Start gegangen waren und den 1. Platz in der Supersportklasse einfuhren. Aus Mainz angereist waren die „Drehzahldeppe“ alias Robin Oswald und Nils Heeß, die letztlich souverän in der offenen Klasse siegten. Schließlich freute sich auch „Team Steinschneider“ mit Timo Steinbacher aus Hochstetten und Marcus Schneider aus Bensheim, die in der Prototypen-Klasse ganz oben auf dem Siegertreppchen standen. Nicht weniger als acht verschiedene Musikformationen aus der Umgegend hatten Abends im Festzelt für den Soundtrack des zweitägigen Events gesorgt und die Gästeschar mit rockigen Tönen unterhalten. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass alle Bands ohne Gage an den Start gingen, da die Erlöse der Veranstaltung an die Reha Südwest GmbH für Behinderte(Wohngemeinschaft Waghäusel-Wiesental)gehen. Letztlich zogen die Veranstalter „Hambrigger Dreggschaufle“ ein positives Fazit, zumal auch keine Unfälle zu vermelden waren. Das nächste Rennen dieser Art geht am 6. und 7. September in Weiher über die Bühne.Text/Foto: Hans-Joachim Of

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