Änderung Bebauungsplan „Bastwald“; Gemeinderat fordert Weiterführung des Verfahrens

 Mit großer Mehrheit sprach sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung für die Weiterführung des Verfahrens zur Änderung des Bebauungsplanes „Bastwald“ aus.

Hintergrund der Entscheidung ist, dass seitens des Gemeinderates am 18.12.2018 entschieden wurde, den Bebauungsplan für das Altbaugebiet „Bastwald“ dergestalt zu ändern, dass dort unter anderem neuer Wohnraum in Bestandgebäuden entstehen könnte.Konkret ging es dabei um die Erweiterung der bisherigen Bebaubarkeit von einem auf zwei Vollgeschosse im Bestandsgebiet. Damit solle, so die damalige Verwaltungsvorlage, im Hinblick auf den sparsamen Umgang mit Grund und Boden die Schaffung von dringend benötigtem neuen Wohnraum auf bereits bebauten Flächen ermöglicht werden, ohne hierzu neue Flächen zu versiegeln.Im Zuge der Offenlage des Planwerkes gingen zahlreiche Stellungnahmen seitens der Öffentlichkeit - konkret von Bewohnern des Gebietes „Bastwald“ - ein, welche sich vehement gegen die geplante Änderung des Bebauungsplanes aussprachen. Ebenso, berichtete Bürgermeister Thomas Ackermann zum Sachverhalt, wurde eine Interessensgemeinschaft mit dem Ziel gegründet, einen Bürgerentscheid zur Aufhebung des Aufstellungsbeschlusses zur Änderung des Bebauungsplanes vom 18.12.2018 zu erreichen.Seitens der Verwaltung wurde daraufhin ein Kompromissvorschlag ausgearbeitet, welcher dem Gemeinderat im Februar präsentiert und von diesem gut geheißen wurde. Dieser wurde dann in einem gemeinsamen Gesprächstermin den Bürgerinnen und Bürgern am 13.03.2019 ausführlich seitens der Verwaltung und des Planungsbüros vorgestellt und erläutert.Nachdem der Kompromissvorschlag von den Anwesenden jedoch ebenfalls negativ bewertet wurde, weil nach wie vor eine starke Beeinträchtigung insbesondere der Bestandsgebäude durch Neubauten befürchtet wurde, habe man sich seitens der Verwaltung nach einem intensiven Abwägungsprozess dazu entschlossen, dem Gemeinderat nun die Einstellung des Verfahrens vorzuschlagen, so Ackermann weiter. Dies gelte auch vor dem Hintergrund, dass die Interessensgemeinschaft „Bastwald“ 403 Unterschriften für das Bürgerbegehren gegen die Bebauungsplanänderung gesammelt und somit das Quorum für die Beantragung eines Bürgerentscheids erfüllt habe. Die Unterlagen wurden auch fristgerecht am Montag, 18.03.2019 beim Bürgermeisteramt Hambrücken abgegeben. Vertreter aller Gemeinderatsfraktionen betonten in ihren Stellungnahmen und Diskussionsbeiträgen, dass das Verfahren aus ihrer Sicht auf der Grundlage des bereits erarbeiteten Kompromissvorschlages weitergeführt werden solle, da die Schaffung von neuem Wohnraum absolute Priorität genieße.Schlussendlich votierte der Gemeinderat mit großer Mehrheit für die Weiterführung des Verfahrens. Die Verwaltung soll nun weitere Kompromissvorschläge ausarbeiten und diese mit den Vertretern der Interessensgemeinschaft erörtern.(jk)