Gemeinderat billigt Änderung des Bebauungsplanes „Brühl“

Bei einer Gegenstimme billigte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung die Entwurfsfassung des Bebauungsplanes für das Neubaugebiet „Brühl“. Dipl.-Ing. Lars Petri vom beauftragten Planungsbüro Pröll-Miltner GmbH aus Karlsruhe erläuterte dem Gremium neben allgemeinen Informationen zum Verfahren die vorliegenden Gutachten.

Hier ging er besonders auf die Themen Lärm, Verkehr und Artenschutz ein.Außerdem wurden die eingegangenen Bedenken und Anregungen der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange besprochen. Bürgermeister Thomas Ackermann lobte in diesem Zusammenhang die gute, fruchtbringende Zusammenarbeit mit den Naturschutzverbänden, konkret der örtlichen NABU-Gruppe, und den ortsansässigen Landwirten. Mit diesen konnten bereits in mehreren Gesprächen wegweisende Entscheidungen zum Gelingen der umfangreichen Ausgleichsmaßnahmen für das Neubaugebiet festgelegt werden.Sodann ging Petri ausführlich auf die Eingriffs- und Ausgleichsbilanzierung im Rahmen des Umweltberichtes des Planwerks ein. Man habe insgesamt rund 496.000 Ökopunkte zum Ausgleich in Natur und Umwelt errechnet. Diesen Wert bezeichnete Petri auf der Grundlage der Größe des Baugebietes als durchschnittlich.Seitens der Verwaltung war in der Vorlage ausführlich auch für die anwesende Öffentlichkeit auf den bisherigen Verfahrensablauf zur Realisierung des rund acht Hektar großen Neubaugebietes am nordöstlichen Ortsrand von Hambrücken eingegangen worden. Auf der Grundlage der frühzeitigen Beteiligung, der Gespräche mit den Eigentümern sowie der letzten Gemeinderatsbeschlüsse war das städtebauliche Konzept des Bebauungsplanes angepasst worden. So sollen im Baugebiet rund 125 Grundstücke entstehen, auf denen in Form von Einzel-, Doppel- und Kettenhäusern ca. 180 bis 200 Wohnungen realisiert werden können. Fünf Grundstücke sind für Mehrfamilienhäuser zur Deckung der Nachfrage nach Geschosswohnungsbau und barrierefreiem Wohnraum vorgesehen. Grundsätzlich ermöglicht das Baugebiet auch die Ansiedlung eines Drogeriemarktes neben dem bestehenden Netto-Markt am nördlichen Ortsausgang. Die Erschließung des Baugebietes soll über einen neu zu bauenden Kreisverkehr am nördlichen Ortsausgang samt hiervon abzweigender Zufahrtsstraße erfolgen. Die innere Erschließung erfolgt über die Verlängerung der Keitländerstraße und abzweigende Erschließungsstraßen als Mischverkehrsflächen. In einem zweiten Verfahrensschritt soll dann die vom Gemeinderat im Juli 2019 beschlossene kleine Umgehungsvariante zur Wittumstraße hin realisiert werden, wurde festgestellt. Das Baugebiet erhält außerdem einen zentralen Grünzug als Erholungsfläche, Fläche für Spielplätze sowie Versickerungs- und Retentionsfläche für das anfallende Regenwasser der öffentlichen Verkehrsflächen, war zu hören. Mit dem Beschluss des Bebauungsplanentwurfes verbunden war auch die Stellungnahme zu den bereits eingegangenen Stellungnahmen im Zuge der frühzeitigen Beteiligung.Des Weiteren beschloss der Gemeinderat die öffentliche Auslegung des Planentwurfes und die Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange. Mit dem Satzungsbeschluss sei nach derzeitigem Planungsstand im Januar zu rechnen, so die Auskunft der Verwaltung.(jk)Bildunterschrift:Fläche des geplanten Neubaugebietes „Brühl“ im Anschluss an die Keitländerstraße(jk)

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