Gemeindeentwicklungskonzept wird weitergeführt

Bereits seit mehr als zwei Jahren arbeitet die Gemeindeverwaltung an der Fertigstellung des Gemeindeentwicklungskonzeptes.

Wie dem Gemeinderat in seiner letzten Sitzung bekannt gegeben, mussten die Arbeiten längere Zeit ruhen, da verwaltungsseitig aufgrund mehrerer Großprojekte keinerlei Kapazität zur Bearbeitung des Themas frei war.Da der Gemeindeverwaltung jedoch wichtig ist, die Thematik nicht im Sande verlaufen zu lassen, hat Anfang Dezember ein Besprechungstermin zwischen Bürgermeister Thomas Ackermann und Karen Dörflinger von der beauftragten Agentur wyynot GmbH stattgefunden.Das Besprechungsergebnis wurde auch den Mitgliedern der Arbeitsgruppe des Zukunftsforums bereits bekannt gegeben.Per Gemeinderatsbeschluss vom 12.07.2016 wurde Frau Karen Dörflinger, Geschäftsführerin der Firma wyynot GmbH aus Karlsruhe und selbst wohnhaft in Hambrücken, mit den unterstützenden Tätigkeiten zur Erarbeitung eines Gemeindeentwicklungskonzeptes beauftragt. Im Spätjahr 2016 wurde eine gemeindeweite Umfrage vorbereitet. Diese wurde von Ende Februar bis Anfang April 2017 durchgeführt. Es war sowohl eine schriftliche Teilnahme über einen der Vollverteilung im März beigelegten Fragebogen im Mitteilungsblatt als auch eine Online-Teilnahme möglich. Durch die Schaffung niederschwelliger Angebote und die gute Bewerbung der Fragebogenaktion waren bis Anfang 2017 430 Rückmeldungen sowohl online als auch in Papierform eingegangen. Diese wurden von Herrn Florian Sax, Masterstudent der Sozial- und Kommunikationswissenschaften an der Universität Koblenz-Landau ausgewertet. Das Umfrageergebnis wurde den Mitgliedern des Gemeindeentwicklungsausschusses sowie der Arbeitsgruppe des Zukunftsforums am 12.07.2017 vorgestellt und von diesen gutgeheißen. Zusammenfassend konnte festgehalten werden, dass das Image von Hambrücken als leicht überdurchschnittlich anzusehen ist. Als kritisch wurde vor allem das Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln beurteilt. Die Identifikation der Einwohner mit ihrem Wohnort sei gut und nur ein geringer Teil verspüre einen eindeutigen Wegzugswunsch. Zentrale Aussage der Imageumfrage war, dass die Natur um Hambrücken eine zentrale Rolle bei den Befragten einnimmt und von größter Bedeutung ist. Hambrücken gelte darüber hinaus als Gemeinde mit guter Wohnlichkeit und Gemeinschaft. Während das Erscheinungsbild der Gemeinde als wichtig für dieses allgemeine Ansehen empfunden wurde, erhielt dieses Kriterium allerdings nur eine durchschnittliche Bewertung. Generell stehen jüngere Teilnehmer und Familien der Gemeinde kritischer gegenüber. Hier habe die Gemeinde ein sehr konservatives Image. Im Ergebnis bleibt festzuhalten, dass sich die meisten Teilnehmer die Gemeinde als grüne, familien- und seniorenfreundliche Kommune wünschen. Der Gemeinderat sprach sich dann bewusst zur Einbindung verschiedener Bevölkerungsschichten in die weitere Entwicklung des Gemeindeentwicklungskonzeptes aus. Im Anschluss daran fand am 08.12.2017 eine gemeinsame Sitzung des Gemeindeentwicklungsausschusses und der Arbeitsgruppe des Zukunftsforums statt. Seitens der Teilnehmer der Sitzung wurde folgende Vision mit integrierten Werten für das Gemeindeentwicklungskonzept erarbeitet:„Hambrücken soll in 20 Jahren ein zeitgemäßes, offenes Netzwerk sein, zu dem sich die Menschen zugehörig fühlen“.Es wurden folgende Werte erarbeitet, die in Vision integriert wurden:- Agilität- Zugehörigkeit- OffenheitDie Mission besteht nun darin, dieses Netzwerk zu knüpfen.Seitens der Gemeindeverwaltung wurde dieses dem Gemeinderat in seiner Sitzung am 30.01.2018 vorgestellt. Als weitere Vorgehensweise wurde vorgeschlagen, alle relevanten Gruppen und Ansprechpartner für Hambrücken in die weitere Erstellung des Konzeptes miteinzubinden. Relevante Gruppierungen können hier sowohl Vereine als auch Interessenvertretungen, gesellschaftliche Gruppen etc. sein. Für jede dieser relevanten Gruppierungen soll ein Ansprechpartner definiert werden. Dieser sollte mögliche Aktionen für die Erstellung des Gemeindeentwicklungskonzeptes definieren.Hierzu war ein gemeinsames Treffen mit allen Ansprechpartnern vorgesehen, bei dem die Vision vorgestellt wird. Inhalt des Treffens soll sein, den Ansprechpartnern zu vermitteln, was schon gemacht wurde und was man sich für die Zukunft vorstellen könnte. Das Treffen mit allen Akteuren war für den Zeitraum April/Mai 2018 vorgesehen und sollte jährlich wiederholt werden, um die Aktion am Laufen zu halten. Aus diesen Treffen sollte dann eine Leitgruppe gebildet werden, die wie bisher auch schon als Lenkungskreis die Angelegenheit voranbringt. Diese Leitgruppe ersetzt den bisherigen Lenkungskreis, da dieser aus Mitgliedern der alten Arbeitsgruppe des Zukunftsforums besteht, welche sich ursprünglich aus Mitgliedern des Gewerbes zusammensetzte und so eindimensional nun nicht weiterverfahren werden sollte.Der Gemeinderat hat schlussendlich vom Sachverhalt Kenntnis genommen und der von der Verwaltung vorgeschlagenen Vorgehensweise zur weiteren Erarbeitung des Gemeindeentwicklungskonzeptes zugestimmt.Aus den oben geschilderten Gründen wurde der Prozess nicht weitergeführt und soll nun neu belebt werden.Die Gemeindeverwaltung wird über den weiteren Fortgang aktuell im Mitteilungsblatt und auf der Homepage berichten.Für Fragen steht Ihnen Fachbereichsleiter Jochen Köhler, Tel. 07255/7100-42, E-Mail: jkoehler@hambruecken.de, gerne zur Verfügung.(jk)

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