Hambrücker Faschingsumzug

Am vergangenen Sonntag, dem 11. Februar 2018, fand der 36. Hambrücker Faschingsumzug statt.

Um 14:01 Uhr fiel der Startschuss für das närrische Treiben entlang der Rhein-, Saum- und Kirchstraße. Insgesamt „fünf mal elf“ Nummern von Fastnachtswägen und Fußgruppen gingen beim Hambrücker Gaudiwurm an den Start. Viele der Zuschauer stimmten sich bereits mehrere Stunden vor Beginn auf den Höhepunkt der fünften Jahreszeit ein.
Allen voraus führte der Wagen des Hambrücker Carnevalclubs die feiernde Meute durch die bunt geschmückte Ortschaft. Ihnen folgten 54 weitere Gruppen: Von den Hambrücker Ochseköpf bis hin zur Forlebuzzel Guggenmusik-Zunft. Für besondere Partystimmung sorgten standesgemäß die Hambrigger Housemeister. Auch die Narren umliegender Gemeinden ließen sich den Spaß nicht entgehen. So auch die Neudorfer Karnevalsgesellschaft, welche mit einem Piratenschiff die Straßen unsicher machte oder aber die Schwellrüssel aus Landshausen.
Während die Marschroute traditionell wie in den Jahren zuvor verlief, gab es in Sachen Sicherheit diverse Neuerungen. Nicht zuletzt aufgrund des letztjährigen Unfalls, bei dem eine junge Frau unter die Räder eines Umzugswagens geraten ist, wurde verstärkt auf die Sicherheit der Besucher geachtet.
„Wir verfolgen das gleiche Konzept wie letztes Jahr“, so Umzugsleiter Thomas Krempel.
Es seien allerdings mehr Sanitäter sowie ein Notfallarzt im Einsatz. Erledigte dies in den vergangenen Jahren noch das Deutsche Rote Kreuz, so waren nun zum allerersten Mal die Malteser in Hambrücken vor Ort. Auch bei der Abnahme der Wägen wurde genauestens hingeschaut. „Ohne TÜV, keine Anmeldung“, so Krempel weiter. Die strengen Kontrollen seien auch mitunter dafür verantwortlich, dass die Zahl der Anmeldungen von Jahr zu Jahr zurückgehe.
Großes Thema war darüber hinaus der Jugendschutz. Mit insgesamt 25 Personen des Jugendschutzdienstes gab es ein erhöhtes Kontrollaufgebot.
„Im ganzen Landkreis sind alkoholisierte Minderjährige ein ernstzunehmendes Thema“, so auch die Aussage von Michael Raab, einem Rettungsassistenten der Malteser.
Mit einem bewährten Konzept sind die 26 Rettungskräfte auf eine Vielzahl an Patienten vorbereitet. Mit Hilfe einer Sanitätsstation in der örtlichen Lußhardthalle, in der bis zu zehn Personen gleichzeitig behandelt werden konnten, betreuten die Malteser die Veranstaltung. Neben Alkoholmissbrauch seien vor allem chirurgische Eingriffe aufgrund von Schnittverletzungen an der Tagesordnung. „Es kommt immer wieder vor, dass Faschingsbesucher ohne Schuhe unterwegs sind“, witzelt Raab.
Wider Erwarten seien KO-Tropfen kein akutes Thema für die Rettungskräfte gewesen. Auch Einsatzleiter der Polizei Christopher Moll zieht kurz vor Ende der Veranstaltung eine positive Bilanz. Es seien keinerlei Straftaten begangen worden. Außerdem halte sich die Zahl der Alkoholleichen im kleinen zweistelligen Bereich.
(Eric Dewald)

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