Aktuelles

Einen ausführlichen Jahresbericht erstattete Bereitschaftsleiter Werner Geider dem Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Das DRK Hambrücken, so führte Geider aus, ist seit Spätjahr 2009 ein eingetragener Verein und besteht aus den Bereichen Bereitschaft, Notfallhilfe, Jugend-Rot-Kreuz und fördernde Mitglieder.
Man habe derzeit insgesamt 278 fördernde Mitglieder, 30 Mitglieder in der Bereitschaft, fünf Notfallhelfer sowie 20 Jugendliche im Jugend-Rot-Kreuz zu verzeichnen. Ausführlich erläuterte Geider den hohen Ausbildungsstand der aktiven Helfer. So besteht die Bereitschaft aus einem Bereitschaftsarzt, einer Ärztin, einem Rettungsassistenten, zwei Rettungssanitätern, vier Rettungshelfern, einer Arzthelferin sowie 20 Sanitätshelfern. Großen Wert lege man auf die Bereiche Fortbildungen und Übungen. So werde allein zweimal im Monat mit Ausbildungsabenden aktuelle Theorie und Praxis vermittelt. Allgemein leiste das DRK neben der Beteiligung am Ferienprogramm der Gemeinde, den Altpapiersammlungen sowie den Fahrdiensten beim Altennachmittag seit diesem Jahr drei Blutspendenaktionen jährlich, beteilige sich an der Jahreshauptübung zusammen mit der Feuerwehr und leistet Sanitätsdienste und Bereitschaftseinsätze, z. B. bei Brandeinsätzen. Gerade die Sanitätsdienste seien aus dem Ortsgeschehen nicht mehr wegzudenken, führte Geider weiter aus. Insgesamt habe man im vergangenen Jahr 1.204 Stunden für Sanitätsdienste und Blutspendenaktionen geleistet. Rechne man die Ausbildungsabende, Kurse und Notfallhilfeeinsätze dazu, komme man auf über 4.100 Stunden. Vier Mitglieder des DRK qualifizieren sich seit dem vergangenen Jahr mit einem Lehrgang zum Rettungssanitäter, war zu hören. Ebenso ausführlich erläuterte Geider die Ausstattung der DRK-Bereitschaft und der DRK-Notfallhilfe, welche aktuell sogar mit einem zweiten Fahrzeug ausgerüstet werden konnte. Geider erläuterte den Mitgliedern des Gemeinderates den Aufbau und die Aufgaben der Notfallhilfe des DRK. Wichtigste Funktion dieser Einrichtung sei es, das so genannte therapiefreie Intervall bei einem medizinischen Notfall, d. h. die ansonsten verlorene Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes, welche durchaus zwischen 15 und 45 Minuten betragen kann, zu verkürzen. Hier leiste die Notfallhilfe wertvolle und lebensrettende Arbeit, weil diese durch die örtliche Nähe bereits nach wenigen Minuten am Einsatzort sein könne. Qualifiziertes Personal können dann bereits Maßnahmen zur Erstversorgung und gegebenenfalls zur Reanimation der Patienten einleiten. Des Weiteren unterstützen die Mitglieder der Notfallhilfe den Rettungsdienst und leisten auch wertvolle seelsorgerische Arbeit für die Angehörigen. Sowohl der Vorsitzende Bernd Piuma als auch Bereitschaftsleiter Werner Geider betonten, dass die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes gerade bei einer notwendigen Reanimation des Patienten eigentlich viel zu lang sei. Zusammen mit der Qualifikation und der Ausstattung der Notfallhilfe erläuterte Geider die Statistik der Einsätze. So habe man in den Jahren seit Bestehen der Notfallhilfe stetig steigende Einsatzzahlen zu verzeichnen. Allein im vergangenen Jahr habe man eine um 80 % höhere Einsatzzahl mit 86 Einsätzen gegenüber dem Vorjahr zu bewältigen gehabt. Hier sei auch die Anschaffung des zweiten Notfallhilfeautos aus Beständen des DRK-Kreisverbandes eine wertvolle Hilfe. Im Jahr 2010 seien bis dato auch schon 16 Notfallhilfeeinsätze zu leisten gewesen. Großen Wert legte Geider darauf, dass sich die Notfallhilfe durch Spenden, auch durch die Unterstützung der Gemeinde Hambrücken und durch private Mittel finanziert. Die Notfallhelfer seien allesamt ehrenamtlich tätig und belasten die Kasse des DRK-Ortsverbandes nicht. Ein Wehrmutstropfen, so Geider, sei jedoch der bauliche Zustand des Vereinsheimes des DRK, welches mittlerweile sehr in die Jahre gekommen sei. Bürgermeister Ackermann und die Vertreter aller Fraktionen im Gemeinderat dankten für das Engagement des DRK, dessen Mitglieder in der Bereitschaftsabteilung, der Notfallhilfe oder in der Jugendarbeit eine sehr wertvolle ehrenamtliche Tätigkeit in der Gemeinde leisten. Man könne sich glücklich schätzen, dass es diese Einrichtung mit ihren qualifizierten und hochengagierten Mitgliedern im Ort gebe, war der Tenor. (Jochen Köhler)