Neujahrsempfang 2018

Um das neue Jahr gebührend einzuläuten, fand am vergangenen Freitagabend der Hambrücker Neujahrsempfang in der Lußhardthalle statt.
Musikalisch wurde die Veranstaltung von der Big Band der Musikschule Waghäusel-Hambrücken begleitet.

Im festlich dekorierten Saal war jeder Bürger der Gemeinde dazu eingeladen, das alte Kalenderjahr gemeinsam Revue passieren zu lassen.
Bürgermeister Thomas Ackermann nahm sich dabei die Zeit, alle Besucher persönlich auf dem eigens für den Abend ausgerollten roten Teppich zu begrüßen.
Vom Bundestagspolitiker Olav Gutting bis hin zur Germanys-Next-Topmodel-Kandidatin Romina Brennecke: Zahlreiche dem Ort verbundene Persönlichkeiten folgten der Einladung der Gemeinde.
In seiner Neujahrsansprache blickte Ackermann nicht nur auf das vergangene Jahr zurück, sondern betonte auch, was in den folgenden zwölf Monaten auf die Gemeinde zukommen wird.
„Der Beginn eines neuen Jahres ist immer mit Hoffnung verbunden“, so der Beginn seiner Rede. „Der Blick auf 2017 zeigt: Wir haben vieles vorangebracht.“ Ganz oben auf der Agenda stand neben der Kinderbetreuung auch die allgemeine Bildung. Zentrale Bauvorhaben waren das Pflegeheim, das 2019 seine Pforten öffnen soll und die Sanierung der Pfarrer-Graf-Schule. Die ehemalige Hauptschule wird im neuen Schuljahr zu einer Gemeinschaftsschule Forst-Hambrücken umfunktioniert.
Vorsichtig zeigt sich das Gemeindeoberhaupt, wenn es um die Finanzen geht. „Die Finanzlage kann durchaus als angespannt bezeichnet werden“, so der Wortlaut. Das erste Mal seit nunmehr 15 Jahren ist die Ortschaft gezwungen, ein Darlehen in Höhe von 2,4 Millionen Euro aufzunehmen. Grund hierfür ist ein abgelehnter Antrag des Regierungspräsidiums zur Förderung der Schulsanierung aufgrund der guten Haushaltslage der Gemeinde.
Trotz alledem blickt Hambrücken auf eine positive Vergangenheit zurück, nicht zuletzt wegen erfolgreichen Veranstaltungen wie dem Tag der Vereine.
Abschließend richtet Ackermann seinen Blick auf das nun kommende Jahr. 2018 sieht er als eine Zeit der Entwicklung, nachdem zuvor die Weichen gestellt wurden. Neben einer Ortskernsanierung und dem Schaffen von Wohnangeboten steht das Erstellen eines Gemeindeentwicklungskonzepts ganz oben auf der Liste.“Die Vision lautet, dass Hambrücken in 20 Jahren ein zeitgemäßes, offenes Netzwerk sein soll, zu dem sich Menschen zugehörig fühlen“, veranschaulicht Ackermann.
Die Tatsache, dass die mit 300 Plätzen bestückte Halle fast restlos besetzt war, ist ein Zeichen dafür, dass die örtliche Verbundenheit in Hambrücken nach wie vor groß geschrieben wird. Sichtlich erfreut bedankte sich der Bürgermeister für das Engagement von Vereinen, Ortsverbänden und Hilfsorganisationen.
Besonderer Applaus wurde Erika Albrecht zuteil. Die Hambrücker Seniorin trägt als Zeitzeugin des deutschen Nationalsozialismus Jahr für Jahr ihre literarischen Eindrücke der damaligen Zeit im Rahmen der lokalen Gedenkfeier am Volkstrauertag vor.
Text: Eric Dewald
Fotos: jk