Gemeinde Hambrücken

Selbstständig mit guter Infrastruktur

Mit 5.510 Einwohnern und einer Gemarkungsfläche von 1.096,4 ha ist Hambrücken eine der wenigen selbständig gebliebenen Kommunen des Landkreises Karlsruhe. Sie liegt inmitten des ausgedehnten Hardtwaldes ruhig und doch nicht abseits. Das Mittelzentrum Bruchsal, die TechnologieRegion Karlsruhe und die Rhein-Neckar-Region sind über die nahe Bundesautobahn A 5 sowie die Bundesstraßen B 35 und B 36 schnell erreichbar. Hambrücken verfügt über eine gemeinsame Gemeinschaftsschule mit der Nachbarkommune Forst. Alle weiterführenden Schularten sind in unmittelbarer Nähe vorhanden. Für den angehenden Akademiker sind die Universitätsstädte Karlsruhe, Mannheim und Heidelberg ebenfalls in Kürze zu erreichen. Die Nebenerwerbslandwirtschaft geht immer mehr zurück und der Hopfenanbau, einst rentable Erwerbsquelle, ist seit 1975 ganz aus Hambrücken verschwunden. Dagegen hat der Spargelanbau eine wichtige Rolle eingenommen, was auch die „Badische Spargelstraße“, die durch den Ort führt, beweist. Die wirtschaftliche Struktur der Gemeinde weist einen guten Bestand an mittelständischen Betrieben auf. Größter Arbeitgeber ist die Metallwarenfabrik Linhardt, deren Verpackungsprodukte weltweit in der Kosmetikindustrie zum Einsatz kommen. Zahlreiche Vereine und Institutionen bieten ein lebendiges Ortsgeschehen und ein buntes Angebot an musikalischer, kultureller und sportlicher Freizeitgestaltung. Der Walderholungspark Hambrücken ist insbesondere an Wochenenden Anziehungspunkt für Besucher aus der ganzen Umgebung.

Aus der Geschichte

Hambrücken wurde im Jahr 1161 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Als Besitzer von Hainbrucgen ist das Stift Odenheim genannt. Der Name stammt aus dem Althochdeutschen. Der Wortteil „Hain“ bezeichnet einen kleinen lichten Wald, das Wort „Hagan“ ist gleichbedeutend mit „Busch“ oder „Zaun“ (Hag), „Brucca“ bedeutet „Brücke“ oder „Knüppeldamm“.
Bis 1806 waren die Fürstbischöfe von Speyer die Herren von Hambrücken. Eine Schenkungsurkunde aus dem Jahr 1366 beweist die Zugehörigkeit Hambrückens zum Hochstift Speyer. Der älteste noch heute in Hambrücken vorkommende Familienname ist der Name Grub. Die meisten alten Familiennamen sind während der Zeit des Dreißigjährigen Krieges ausgestorben. Nach diesem verheerenden Ereignis, das nur wenige Einwohner überstanden, rief der Fürstbischof aus allen Gebieten Deutschlands Ansiedler herbei. Aus der Eifel kamen die Krämer und aus den Alpengebieten die Simianer und Soder, die heute noch zahlreich in Hambrücken zu finden sind. Um 1510 finden sich erste Hinweise auf eine kleine, bescheidene Pfarrkirche aus Holz. Um 1700 ließ der damalige Fürstbischof Damian Hugo von Schönborn eine massive Barockkirche mit Zwiebelturm errichten. Der den Ort umgebende Wald war sehr wildreich, weswegen es ein großes fürstbischöfliches Anwesen mit Jäger- und Jagdzeughaus gab, von dem heute noch bauliche Überreste zeugen. 1742 baute die Pfarrgemeinde eine neue Pfarrkirche für 300.000 Goldmark. Seit 1810 hat Hambrücken ein Schul- und Rathaus. Um 1850 lebten in Hambrücken 1.165 Menschen, die sich mehr schlecht als recht von dem ernährten, was der karge Sandboden der Gemarkung hergab. Über 750 Jahre lang war der Ort ein typisches Straßendorf, welches von der Viehweide- und Landwirtschaft lebte. Von den beiden Weltkriegen kehrten zusammen 310 junge Männer nicht mehr in ihre Heimat zurück. Die heutige große katholische Pfarrkirche St. Remigius wurde 1903 feierlich eingeweiht. Das neue Rathaus in der Ortsmitte wurde im Jahr 1971 eingeweiht, 1996 erweitert und umgebaut sowie im Jahr 2010 durch den Einbau neuer Fassadenelemente grundlegend energetisch saniert.
Im Jahr 1999 überschritt die Gemeinde die 5.000-Einwohner-Grenze und im Jahr 2011 feiert die Gemeinde ihr 850jähriges Bestehen.