Vogelgrippe in Karlsruhe-Neureut

Alle Geflügelhaltungen in den Restriktionszonen des Landkreises wurden überprüft
H5N8-Virus nicht nachgewiesen aber Aufstallungspflicht gilt weiter

 

Nach dem Nachweis der Vogelgrippe in einem Vogelpark in Karlsruhe-Neureut am vergangenen Freitag wurde umgehend ein Sperrbezirk und ein Beobachtungsgebiet auf den Gemarkungen der Landkreiskommunen Stutensee, Eggenstein-Leopoldshafen und Linkenheim-Hochstetten eingerichtet. Die Amtsveterinäre des Landratsamts Karlsruhe haben - unterstützt von Lebensmittelkontrolleuren - alle in den entsprechenden Gebieten registrierten Geflügelhaltungen kontrolliert und die Halter persönlich über die Inhalte der Allgemeinverfügung informiert.
Im Sperrbezirk wurden bei Geflügel Tupferproben genommen; klinische Auffälligkeiten konnten dabei ebensowenig festgestellt werden, wie bei den Kontrollen im Beobachtungsgebiet. „Erste Untersuchungsergebnisse waren negativ“, so der Leiter des Amtes für Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung des Landratsamtes Karlsruhe Dr. Joachim Thierer, der berichtet, dass bei einzelnen Geflügelhaltungen jedoch die Aufstallung eingefordert werden musste. Er weist deshalb nochmals ausdrücklich darauf hin, dass im gesamten Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet die Aufstallungspflicht gilt. Bei den Kontrollen wurden auch einige nicht registrierte Geflügelhaltungen vorgefunden. Auch hier weist Dr. Joachim Thierer darauf hin, dass nach den gesetzlichen Bestimmungen der Viehverkehrsverordnung jegliche Geflügelhaltung dem Amt für Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung anzuzeigen ist.
Seit November 2016 wurden im Landkreis Karlsruhe insgesamt 43 tot aufgefundene Wildvögel zur Untersuchung eingesandt. In keinem Fall wurde das hochpathogene AI-Virus H5N8 nachgewiesen.
Bei Rückfragen steht das Landratsamt Karlsruhe, Amt für Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung unter 0721/936-83050 zur Verfügung.

Veröffentlicht: 22.02.2017

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