Faschingsfreudige Senioren außer Rand und Band
Jetzt beginnt die heiße Phase der Fastnacht - und die Hambrücker Seniorinnen und Senioren sind mittendrin. Unter dem Motto „Bei uns wird gesungen, geschunkelt und gelacht, denn wir feiern Fasenacht“, konnten jetzt Hambrückens fitte „Oldies“ bei der Veranstaltung des Altenwerks im voll besetzten Pfarrzentrum „St. Josef“ über vier vergnügliche und kurzweilige Stunden verbringen. Trotz Heizungsausfalls waren die gut gelaunten Saalfastnachter „Rucki-Zucki“ auf Betriebstemperatur, sangen und schunkelten sich warm. Angeführt von „Sitzungspräsidentin“ und Altenwerks-Chefin Gertrud Notheisen, die ein 20-Punkte-Programm ankündigte und dabei von Ehemann Franz und Bürgermeister-Filius Vincent Ackermann kräftig unterstützt wurde, zeigten die fitten und bunt kostümierten jungen Alten im herrlich geschmückten Pfarrsaal, dass sie den etablierten „Profi-Fastnachtern“ aus der Karnevalshochburg Hambrücken keineswegs nachstehen, sondern mit pfiffig-humorvollen Gags aus der Bütt, tollen Gesangsbeiträgen, Schunkelrunden und einer kilometerlangen Polonaise ihren spaßigen Beitrag zur fünften Jahreszeit liefern können. Niveauvolle Büttenreden und großer Spaßfaktor kennzeichneten die bestens angenommene Seniorensitzung. Neben Schultes Thomas Ackermann, der mit Gattin Karin gekommen war, ebenfalls in der Bütt stieg und in gereimten Worten zu „seinem Volk“ sprach, waren auch Pfarrer Christian Breunig sowie Pfarrer i.R. Raimund Melzer unter den gut gelaunten Gästen. Mit einer besonderen Kaufhaustour setzten Rita Baron und Gerda Krämer beim Vortrag „Die Oma vom Land“ gleich zu Beginn die erste Duftmarke und berichteten ohne Dolmetscher von der „Hexengluf“ und anderen lebenswichtigen Utensilien. Anne Reibleins Gymnastikfrauen mit besonderen Hutkreationen waren, ebenso wie die acht Altenwerk-Sängerinnen, die mit einem ganz besonderen Hausfrauenlied glänzten, einer der Hingucker des Abends und wurden mit lautstarken Raketen gefeiert. Zwischendurch gab es köstliches aus der Bütt. So erfuhr die staunende Besucherschar was ein Gas-Kassier (Thea Soder) so alles anstellt und welche besonderen Kurerlebnisse eine „Schönheit“ (Berta Krämer) angeblich erlebte. Für Beifallsstürme sorgten die „Drei Kirchgängerinnen“ Berta Krämer, Babet Debatin und Rita Baron, die als Dank und Lohn für ihren tollen Vortrag vom stets lachenden Pfarrer einen Kuss auf die Wange erhielten. Nach einem famosen Auftritt von Tanzmariechen Corina Heilig von der Lebenshilfe Graben-Neudorf, heizten Hilda Weschenfelder und Babet Debatin als „Gretel und Babet“ ein, kalauerten über Gott und die Welt, wussten von Sternschnuppen und anderen Kurfrischlern zu berichten. Gerda Krämer erzählte dem staunenden Narrenvolk im Anschluss von einer Verjüngungskur und hielt am Ende ein leidenschaftliches, spaßiges Plädoyer für „unseren, neuen Gemeindepfarrer“. Dieser bekam, ebenso wie das Ortsoberhaupt, einen ganz besonderen, essbaren Orden „für die Verdienste um das Altenwerk Hambrücken“. Auch Diakon Franz Notheisen wartete mit einem Lachmuskel anregenden Vortrag – mitten aus dem Leben - auf und stellte das 11. Gebot („Dass ihr lachen sollt“) vor. „Ein Ehepaar unter sich“ (Anne Reiblein, Hilda Weschenfelder) sowie das besondere Zwiegespräch zweier Frauen zwischen den „Urgesteinen“ Rita Baron und Hilda Weschenfelder, die bei ihrer Seereise sogar einen – man höre und staune! - Deck-Offizier kennen lernten, trieben den köstlichen Nachmittag auf die Spitze. Mit dem gemeinsam gesungenen Lied „In Hambrücke isch’s halt schee“ endete eine klasse Seniorensitzung und ein vergnüglicher Nachmittag. Fazit: Gertrud Notheisen und ihre Mannschaft haben erneut einen bunten Farbtupfer im Hambrückener Faschingsreigen gesetzt, zu dem auch die toll musizierende „Rentnerband“ mit Hubert Böser und Sebastian Grub ihrer Teil beitrug. Narhalla-Marsch! (Hans-Joachim Of)
Veröffentlicht: 09.02.2012
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