Zukunft des Hambrücker Weihnachtsmarktes ungewiss - Organisationskomitee beendet seine Arbeit

Schon im Sommer 2016 hatte der Gemeinderat der Verlagerung des Veranstaltungsortes des Hambrücker Weihnachtsmarktes von der Ortsmitte vor die Lußhardthalle mit der Nutzung des Foyers in der Halle zugestimmt.

Schon im Sommer 2016 hatte der Gemeinderat der Verlagerung des Veranstaltungsortes des Hambrücker Weihnachtsmarktes von der Ortsmitte vor die Lußhardthalle mit der Nutzung des Foyers in der Halle zugestimmt. Entstanden war daraufhin der „Hambrücker Weihnachtszauber“, eine Veranstaltung, welche kreisweit sehr starke Resonanz erfuhr. Allerdings fielen für die Veranstaltung Ausgaben an, welche durch die Einnahmen nur teilweise gedeckt werden können. Die Gemeinde als Veranstalter müsste unterm Strich mit einem garantierten Betrag von maximal 5.000 € für die ungedeckten Ausgaben aufkommen. Dies wiederum führte im Gemeinderat zu sehr umfangreichen Beratungen und Diskussionen, welche sich über mehrere Sitzungen erstreckten. Letztendlich konnte im Ratsgremium auch keine Einstimmigkeit erzielt werden.
 
Als Ergebnis kann jedoch formuliert werden, dass der Gemeinderat an der Fortführung des Weihnachtszaubers festhält, wobei die Gemeinde weiterhin offiziell als Veranstalter auftritt. Dies jedoch unter geänderten Vorzeichen. Planung und Durchführung sollen weiterhin einem ehrenamtlichen Organisationskomitee in enger Absprache mit der Gemeinde obliegen. Aus oben genannten Kostengründen und einem Mehrheitsbeschluss des Gemeinderates, soll die Beschallung des Weihnachtszaubers mittels einer Anlage erfolgen, welche bereits im Gemeindebestand ist. Dabei soll nur der Bereich der Bühne selbst und direkt davor beschallt werden, eine externe Fachfirma also nicht mehr beauftragt werden. Dadurch kann gleichzeitig die Bewachung der Anlage durch eine Security-Firma über Nacht wegfallen, was zu weiteren Kosteneinsparungen führt. Des Weiteren beschloss der Gemeinderat, dass die Beleuchtung des Geländes und die Illumination der Bäume im Bereich der Lußhardthalle vom Bauhof, u. a. mit eigens hierfür beschafften Strahlern übernommen werden. Ebenso soll der Bauhof bei Bedarf auch die Aufstellung der Weihnachtsmarkthütten und die Herstellung von Stromanschlüssen übernehmen.
Ein weiterer Zuschuss für den Weihnachtszauber wird nicht gewährt.
Der Hallenbereich wird für den Weihnachtsmarkt nicht mehr zur Verfügung stehen und sämtliche Aufführungen, wie beispielsweise die Adventsmusik der Kindergärten am Sonntag werden auf der Bühne durchgeführt, welche künftig ihren Standort auf der Pfarrer-Graf-Straße hat. Lediglich für den Kunsthandwerkermarkt kann der Vereinsraum der Lußhardthalle genutzt werden, da ein Weihnachtsmarkt nach Ansicht des Gemeinderates grundsätzlich im Freien stattfinden sollte.
Diese Beschlusslage vom 11.07.2017 wurde sehr intensiv diskutiert und letztendlich mehrheitlich so beschlossen.
Die Mindestvoraussetzungen nicht mehr erfüllt, sieht bei diesen Rahmenbedingungen hingegen nun das bisherige Organisationskomitee des Hambrücker Weihnachtsmarktes. Nach dessen Meinung wurde jetzt vieles gekürzt oder geändert, was das neue Konzept vom Weihnachtszauber ausgemacht hatte. Insbesondere wären hier die professionelle Illumination des Marktes, sowie die Beschallung der Bühne zu nennen. Auch die Aufhebung der Nutzungsgenehmigung der Lußhardthalle sei nicht mehr in Einklang mit dem Gesamtkonzept des Weihnachtszaubers zu bringen.
Trotz der angedachten Einsparungen sei die Veranstaltung über höhere Teilnehmerbeiträge ebenfalls nicht zu schultern.
 
Die Mitglieder des Organisationskomitee um ihren Vorsitzenden Thomas Bruno sehen sich deshalb durch die geschaffenen Grundlagen nicht länger dazu in der Lage ihre ehrenamtliche Tätigkeit fortzuführen und das Komitee wird sich deshalb auflösen.
Die bisherigen Teilnehmer des Weihnachtszaubers wurden bereits schriftlich vom Komitee informiert.
Dem ehrenamtlichen Komitee dankte Bürgermeister Thomas Ackermann jetzt unlängst für das insgesamt 13jährige Engagement, welches über die ganze Zeit hinweg mit viel Herzblut durchgeführt wurde.
Es hängt jetzt tatsächlich davon ab, ob sich wieder Freiwillige finden, welche bereit sind einen Weihnachtsmarkt ehrenamtlich zu organisieren und in Zusammenarbeit mit der Gemeinde zu managen.
Die Grundlagen hierfür sind geschaffen, allerdings kann die Veranstaltung ohne das Ehrenamt nicht mehr weitergeführt werden.
 
Wer sich die Mitarbeit und das Engagement in einem ehrenamtlichen Komitee vorstellen kann, möge sich bitte mit der Gemeindeverwaltung, Tel. 7100-0 oder unter E-Mail gemeinde@hambruecken.de in Verbindung setzen.

(Erstellt am 12. Oktober 2017)

Kontakt

Frau Marliese Just
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