Landkreis-Dezernent berichtete über Flüchtlingsthematik und Breitbandversorgung

Ausführliche Informationen erhielt der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung von Landkreis-Dezernent Ragnar Watteroth. Dieser informierte das Gremium zum einen über die geplante Flüchtlingsunterbringung in Hambrücken.

Das Gebäude zur Unterbringung werde derzeit in der Wittumstraße 4 gebaut. Dort habe man auch kürzlich Richtfest feiern können.
Insgesamt habe die Gemeinde, stellte Watteroth fest, einen Bedarf von 52 Personen zur Unterbringung aus dem laufenden und kommenden Jahr.
Die frühere Gemeinschaftsunterkunft entlang der Ostendstraße auf dem gleichen Grundstück sei aufgelöst worden und die dortigen Container werden Ende Januar abgefahren, stellte Watteroth weiter fest. Der Bau des Gebäudes zur Flüchtlingsunterbringung sei voraussichtlich Mitte nächsten Jahres beendet. Dann steht im Rahmen des so genannten „Kombimodells“ eine Unterbringungskapazität für ca. 100 Personen zur Verfügung. Dies bedeute, so Watteroth weiter, auch eine signifikante Entlastung für den Wohnungsmarkt. Die Anschlussunterbringung der Gemeinde könne in Zusammenarbeit mit dem Landkreis auch mit einem Integrationsmanagement aufwarten.
Watteroth wies in diesem Zusammenhang auch auf die äußerst wertvolle Arbeit der Flüchtlingsinitiative „minham“ hin, die Unterstützung des Ehrenamtes sei zur Integration der Flüchtlinge unerlässlich. Bürgermeister Ackermann stellte fest, dass man froh sei, im Rahmen des Kombimodells die Flüchtlingsunterbringung für das laufende und das kommende Jahr abdecken zu können, da derzeit auch alle kommunalen Liegenschaften voll belegt sind.
Zum anderen informierte der Kreiskämmerer über den aktuellen Sachstand zum Thema Breitband.
Hier sei der Landkreis nun in die Vermark-tungsphase eingetreten. Das Backbone-Netz sei kreisweit in Betrieb und man habe für das Projekt auch einen bedeutenden Preis beim Europäischen Breitband-Award realisieren können.
Er gab dem Gemeinderat einen Überblick über die laufenden Maßnahmen sowie einen Ausblick auf das kommende Jahr. Insgesamt habe man für 2017 Bundesmittel von 9,1 Mio. € an Förderung erhalten können.
Auch eine Internetseite unter www.breitbandkabel-karlsruhe.de steht sowohl für private als auch gewerbliche Nutzer sowie für Kommunen mittlerweile zur Verfügung.
Generell erfordere die technische Weiterentwicklung immer leistungsfähigere Netze, stellte er fest. Auch die kommunale Datenverarbeitung könne vom Glasfaserausbau profitieren.
Abschließend stellte Bürgermeister Thomas Ackermann fest, dass es Ziel des Handelns sein müsse, die Gemeinde mit leistungsfähigem Internet zu versorgen, egal welcher Anbieter hier zum Tragen komme.
Mit großer Mehrheit bei zwei Gegenstimmen beschloss der Gemeinderat dann noch den Betrauungsakt der zuständigen Landkreisgesell-schaft Breitbandkabel Landkreis Karlsruhe GmbH (BLK) im Zuge der europäischen Beihilferichtlinien. (jk)

(Erstellt am 22. Dezember 2017)

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